Band

  Ursi Richmore, Singer, *1894 Chattanooga, Tennessee
Mit ihrer „leidenschaftlichen Stimme“ ist sie „die Attraktion der Harlem Frolics Show“ zwischen 1925 und 1927. Nach zahlreichen erfolgreichen Schellack- und Filmproduktionen ist sie nun mit dem Streetview Dixieclub auf Tour durch Europa.




 

Patrik Thurner, Singer, *1927 New Orleans
Ein formvollendeter Gentleman aus dem Herzen New Orleans, der nicht nur seine Stimme, sondern auch seinen Charme bei der Eroberung des p.t. Publikums einzusetzen weiß. Wie der Name schon sagt, ist Patrik der leibliche Großvater von Tina Thurner.



 

 

Bob Johnson, Trumpet, *1926, New Orleans, Louisiana

Der Trompeter des Streetview Dixieclub war plötzlich da und niemand hat gesehen, aus welcher Richtung er gekommen ist. Zwischen den Tourneen arbeitet er als Hausmeister in der Preservation Hall in 726 St. Peter Street. Da kommt er als erster und geht als letzter. Sonst ist er vor allem durch seine moderne Spielweise bekannt. Denn er verbindet ohne Vorwarnung gelegentlich angespielte Einzeltöne völlig überfallsartig mit wahnwitzigen Tonkaskaden und niemand, nicht einmal er weiß, was als nächstes kommt. Angeblich wurde ein späterer Stil des Jazz nach ihm benannt.

 

 



Johnny Woods jr.

, Clarinet, *1923, Covington, New Orleans
„Al Claripone“ ruft man Johnny zu Hause, wo er mit seiner großen Familie in einem kleinen Haus lebt. Die Klarinette ist immer dabei, sogar bei bewaffneten Barbehebungen in seiner Hausbank Lehman-Brothers.

 

 

 

 

 

Smooth M&M, Saxophone, *1931, Starkville, Mississippi
Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber Matthew`s Töne sind aus purem Gold. Auf den Tourneen zeigt sich, dass er ein echter Asket ist – oder vielleicht beim Essen einfach zu langsam für Adam und Johnny.

 

 

 

 

 

 

 

Adam Longhand, Trombone, Arrangments, *1926, New Orleans,Sein langer Arm reicht nicht nur für das tiefe B sondern auch für strahlende Pedaltöne für die er immer sein Fahrrad bei sich hat. Leider gibt es immer wieder Ärger bei den Flügen, weil er das Fahrrad als Handgepäck mitführen möchte.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Simon Tirando, Banjo, *1927, Kenner/ New Orleans
Den letzten beißen die Hunde: Manchmal hat man Mitleid mit dem virtuosen Gitarristen, der urplötzlich mit läppischen vier Saiten am Banjo auskommen muss. Aber weiter so, die Sterne stehen günstig: auch Jürgen Drews hat mit 15 Jahren einen Banjo-Wettbewerb gewonnen.

 

 

 

 

 

 

Lucky Basshunter, Double Bass,
*1930, Hattiesburg, Lousiana
Sein Vorbild ist Arvell Shaw, einer der bekannten Bassisten von Louis Armstrong. Er leidet ein wenig, dass er immer das größte Instrument tragen muss. Aber Simon tröstet ihn damit, dass er derjenige in der Band ist, der im Notfall am längsten heizen kann.

 

 

 

 

 

Warren „Big Four“ Jones, Drums,
*1933, French Quarter, New Orleans
In einer Kreolenfamilie geboren. Wurde Musiker, weil er in seiner Gangsterkarriere beim Geldzählen analog zum musikalischen Drummer-Slang, die letzte Viertel im 4/4 Takt zu stark betont, und quasi immer den vierten Geldschein gaaanz laut gezählt hat. Das hat seine Gang genervt. Eins, zwei drei VIER, fünf, sechs, sieben ACHT ….





IMG_8494Thomas Alva Edison, Newspaper Vendor, *1847, Milan, Ohio

Bevor der findige Bursche 1879 die Glühlampe erfand, meldete er 1868  sein erstes Patent auf einen elektrischen Stimmenzähler für Versammlungen an. Dieses soll bei der nächsten Bundespräsidentenwahl in Österreich eingesetzt werden. Vorher aber musste er sich sein Geld als Zeitungsverkäufer beim Streetview Dixieclub verdienen. In dieser Zeit war Kinderarbeit noch weit verbreitet. Flüchtete vor der Sommersprossenzählung in den USA nach Lettland.